Profi-Tipps aus der Praxis

Das sind die Tipps, die erfahrene Gärtner erst nach ein paar Saisons kennen. Mit diesem Wissen holst du vom ersten Tag an das Maximum aus deinem AutoPot-System.

Gute Nachricht: mit AutoPot brauchst du weniger Dünger. Im AutoPot steht die Nährlösung immer unter der Pflanze bereit, wie in der Hydrokultur. Die Pflanze nimmt sich ständig, was sie braucht, deshalb reicht eine niedrigere Konzentration.

Richtwerte

PhaseEC (Richtwert, z. B. Tomate)
Junge Pflanze, gerade gestartet0,8 – 1,0
Wachstumsphasebis ca. 1,4
Blüte und Fruchtansatzbis ca. 2,2

Am unteren Ende anfangen und ruhig steigern. Weniger anspruchsvolle Pflanzen wie Kräuter oder Zimmerpflanzen brauchen deutlich weniger.

Welchem Schema folgst du?

  • Folge dem Hydro-Schema deines Düngerherstellers, nicht dem Schema für Tropfsysteme oder Handgießen.
  • Vorgedüngte Erde? Die ersten 3–6 Wochen nur Wasser geben und danach mit halber Stärke starten.

Woran erkennst du, dass es zu stark ist?

Hängende, papierartige Blätter und braune Flecken am Neuaustrieb deuten meist auf zu starke Düngung, nicht auf zu viel Licht. Dann die EC senken; der Neuaustrieb kommt innerhalb weniger Tage sauber zurück.

Aus der Praxis: Gärtner, die EC 2,5 oder mehr gewohnt sind, sehen im AutoPot bei ca. EC 1,4 gerade das schönste, sauberste Wachstum.

Erfahrene Gärtner verlassen sich auf einen einfachen Test: heb den Topf an.

  • Fühlt sich der Topf noch schwer an? Dann ist genug Feuchtigkeit im Substrat. Noch etwas warten.
  • Fühlt er sich leicht an? Dann hat die Pflanze das meiste Wasser aufgenommen und ist bereit für das System.

Weitere Signale

  • Die Blätter reichen über den Topfrand.
  • Die Pflanze zeigt deutlich neuen Austrieb.
  • Die Mindesthöhe ist erreicht: 150 mm bei 8,5 L, 225 mm bei 15 L, 300 mm bei 20–50 L.

Der Mittelweg im Zweifel

Öffne den Hahn alle 4–5 Tage für eine halbe Stunde und schließe ihn wieder. So bekommt die Pflanze ab und zu Wasser aus der Schale, während die Wurzeln noch aktiv nach unten wachsen. Sobald die Pflanze kräftig wächst, bleibt der Hahn dauerhaft offen.

Wächst die Pflanze nach dem Öffnen langsamer?

Dann das System noch eine Woche schließen und von oben gießen. Das löst es fast immer. Die Wurzeln sind dann bereit, das System voll zu nutzen.

Das Wetter spielt mit: bei kühlem Wetter trocknet der Topf langsamer ab und das Einwurzeln dauert länger. Die Einwurzelphase kann zwischen 7 und 28 Tagen liegen.

Das ist nicht nötig, und besser auch nicht. Die Pflanze holt sich alles von unten; die oberen 2–3 cm machen nicht mit und können etwas Nährsalz halten. Gießt du von oben, spülst du genau das zu den Wurzeln.

Eine trockene Oberfläche ist normal und sogar günstig: das Wasser sitzt tiefer, wo die Wurzeln sind. Eine trockene Deckschicht bedeutet außerdem weniger Trauermücken.

Nein. Handelsübliche Erde und Pflanzsäcke enthalten bereits Dünger für etwa 3–6 Wochen.

  1. Die ersten Wochen nur klares Wasser über den Tank geben.
  2. Danach mit Flüssigdünger in halber Stärke beginnen.
  3. Über 4–8 Wochen schrittweise auf die volle Dosis steigern, sobald erste Blüten oder Früchte erscheinen.
  • Den Dünger erst ein paar Tage in einem Eimer ansetzen und beobachten, ob der pH wegdriftet oder Bodensatz entsteht. Erst dann in den Tank.
  • Bleibt der Dünger nicht gut gelöst? Eine Pumpe alle 2 Stunden 15 Minuten laufen lassen.
  • Ein Silizium-Zusatz kommt immer zuletzt hinein; wähle ein tankstabiles Produkt.

Das sind die Gewohnheiten, die man bei erfahrenen AutoPot-Gärtnern sieht. Wenig Zeitaufwand, große Wirkung.

Spülen und Ablassen

  • Bei jeder 3. oder 4. Befüllung: Tank halb mit frischem Wasser füllen und 24 Stunden als Spülgang durchs System laufen lassen.
  • Kurz nach dem Nachfüllen ablassen, wenn der Druck im Tank am höchsten ist. Dann spült der Schmutz am besten heraus.
  • Hartes, kalkhaltiges Wasser: öfter als wöchentlich ablassen und den Filter jede Woche prüfen.

Filter und AQUAvalve5

  • Filter etwa alle 5 Jahre ersetzen.
  • AQUAvalve5-Ventile dürfen in die Spülmaschine. Silikone erst wieder einsetzen, wenn das Ventil ganz trocken ist.
  • Nach dem Umstellen oder Drehen von Töpfen: kurzer 5-Minuten-Check von Ventilen und Verbindern.

Tank

  • Nach organischem Dünger oder Zusätzen: Tank leer reinigen und 12–24 Stunden nur Wasser laufen lassen, bevor wieder gedüngt wird.
  • Neuen Dünger erst ein paar Tage im Eimer auf pH-Drift und Bodensatz testen.
  • Über 21 °C enthält Wasser weniger Sauerstoff: Tank in den Schatten oder außerhalb des Gewächshauses stellen.

Schalen

  • Styropor oder Karton unter Schalen auf kaltem Boden legen.
  • Regelmäßig Wurzeln vom Topfboden und aus den Schalen entfernen.

Module umstellen und drehen geht ohne Werkzeug. Prüfe danach kurz, ob das AQUAvalve5 noch fest auf dem T-Teil der Schale sitzt; sonst füllt es zu weit.

  • Nach jedem Umstellen ein kurzer 5-Minuten-Check von Ventilen und Verbindern.
  • Darauf achten, dass der Schlauch nicht so straff sitzt, dass er das AQUAvalve5 hochzieht.
  • Wurzeln und Schmutz aus der Schale entfernen; sie können die Schwimmer blockieren.

Ja. Setze einen Inline-Hahn in den 9-mm-Schlauch zu jeder Schale. Willst du eine Pflanze kurz separat steuern, schließt du nur diesen und gießt sie vorübergehend von Hand, während der Rest weiterläuft.

Die Schicht soll das Substrat knapp über die 20-mm-Füllinie der Schale heben, damit die Wurzeln nicht ständig im Wasser stehen. Rechne mit 2,5 cm; nie mehr als 5 cm, sonst erreicht das Wasser das Substrat schlecht.

Bei den XXL-Stofftöpfen mit 35 und 50 L ist keine Drainageschicht nötig.

Ja. Das Wasser in der Schale kühlt über kalten Betonboden ab und bremst das Wachstum. Lege Styropor oder Karton unter jede Schale. Halte auch Luftpumpen von kalten Böden fern.

Standard: 15 cm höher als die Schalen. Stehen aber alle Pflanzen innerhalb von 2–3 Metern vom Tank, kann er auch auf gleicher Höhe am Boden stehen. Der Wasserstand im Tank erzeugt dann genug Druck, solange du nachfüllst, bevor er unter ein Drittel fällt.

Im Gewächshaus: Tank wenn möglich draußen aufstellen. Dort bleibt das Wasser kühler.

Eine Paprikagärtnerei, die seit Jahren mit AutoPot arbeitet, macht es so:

  • Große, extrem scharfe Sorten im XL-System (25 L): Platz für die größten Pflanzen.
  • Kompaktere scharfe Sorten im 1Pot-System.
  • Süße Paprika im easy2grow am Hochdraht, mit 15-L- statt 8,5-L-Töpfen.

Ein mehrfach preisgekrönter Ausstellungsgemüsegärtner nutzt AutoPot für gleichmäßiges Spitzengemüse mit weniger Zeit und Kosten. Für Tomaten, Gurken und Melonen funktioniert easy2grow in langen Reihen sehr gut.

  • Wie bei jedem Umtopfen braucht die Pflanze etwa 2 Wochen, um sich einzugewöhnen.
  • In dieser Zeit schwach düngen.
  • Den Topf außerhalb der Schale durchgießen, bis unten Wasser herausläuft, und 15 Minuten abtropfen lassen.
  • Substrat bis 2,5–5 cm unter den Rand füllen.
  • Nur kräftige Jungpflanzen ins System setzen; ganz kleine Sämlinge sind dafür nicht gedacht.
  • Den größten Effekt hat der AirDome bei schwereren Mischungen (z. B. 70/30 Erde/Perlite). Bei einer luftigen 50/50-Mischung ist der Gewinn kleiner.
  • Nie mit 100 % Erde oder Kokos: das verdichtete Substrat drückt die Luft zurück in die Schale und stört das AQUAvalve5.
  • Blubbert die Schale, bewegt sie sich oder leert das AQUAvalve5 nicht ganz? Dann bläst die Pumpe zu stark. Auf max. 1 L/min pro AirDome reduzieren.
  • Nur Luft mit 18–21 °C einblasen, nie kalte oder heiße Luft.
  • Nur originale AutoPot-Verbinder verwenden; andere Maße lecken oder ziehen Luft.
  • Steuere über den Tank: dort misst du pH und EC, und dort bestimmst du, wie die Pflanze wächst.
  • Ein Wassermonitor für Temperatur, pH und EC im Tank zeigt dir genau, wie es um das Wasser steht.
  • Regelmäßig Wurzeln vom Topfboden und aus der Schale entfernen.
  • Über 21 °C enthält das Wasser weniger Sauerstoff; den Tank dann kühlen.

Noch eine Frage? Schreib an info@autopot.nl oder ruf an: +31 (0)43 204 1007. Schick gerne ein Foto oder Video von deinem Aufbau mit, dann schauen wir es uns an.

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